Für eine menschen- und umweltfreundliche Verkehrspolitik

Bündnis 90/Die Grünen Treptow-Köpenick setzen sich aus diesem Grund zuvorderst dafür ein, dass die Verkehrssicherheit erhöht, Lärm- und Abgasbelastungen in den Hauptstraßen reduziert und die Aufenthaltsqualität in den Straßen im Bezirk verbessert werden. Wir erkennen an, dass viele Menschen auf ihr Auto nicht verzichten wollen und es teilweise auch nicht können. Wir wollen daher die Alternativen zum Privatauto attraktiver machen, um noch mehr Menschen zum Umstieg zu bewegen. Wir wollen den Umweltverbund fördern, also das Zufußgehen, den Fahrradverkehr und den Öffentlichen Personennahverkehr, weil diese Verkehrsarten besonders umweltschonend und stadtverträglich sind.

Fußgänger

Für die  Fußgänger wollen wir mehr Sicherheit erreichen, durch Rückbau von Hindernissen, wie Pollern, auf den Gehwegen, die Entflechtung von Fuß- und Fahrradverkehr, genügend breite Gehwege, ausreichend sichere Querungsmöglichkeiten von Straßen und durch Verlängerung von Grünphasen für die Fußgänger an Ampeln. Wir treten für den Erhalt und wo möglich die Erweiterung von eigenständigen Fußwegen ein, wie sie beispielsweise in Friedrichshagen bestehen. Wir setzen uns insbesondere für sichere Schulwege und Verkehrserziehung an den Schulen ein.

Fahrrad

Wir wollen ein zusammenhängendes Radwegenetz im Bezirk mit entsprechenden Verbindungen zu unseren Nachbarbezirken  und Gemeinden im Umland einrichten. Fahrradspuren und Angebotsstreifen verbessern die Sicherheit der Radfahrer. Radwege auf Bürgersteigen sollten nur noch dort erhalten bleiben, wo sie in entsprechender Breite und Oberflächenbeschaffenheit gut befahrbar sind und momentan keine anderen Möglichkeiten bestehen. Wir sind für die Öffnung von allen Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer. An Bahnhöfen, wichtigen Tram- und Bushaltestellen und öffentlichen Gebäuden setzen wir uns für eine ausreichende Anzahl von Fahrradabstellplätzen ein. Diese sollen möglichst überdacht und beleuchtet sein.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Bündnis 90/Die Grünen wollen, dass alle BürgerInnen, auch in den Abend- und Nachtstunden, in Wohnortnähe Zugang zum Öffentlichen Nahverkehr haben. In einem so weitläufigen Bezirk wie Treptow-Köpenick gilt den Ortsteilen und dünnbesiedelten Wohngebieten besondere Aufmerksamkeit! Wir setzen uns für die Optimierung der Umsteigebeziehungen und ein nutzerfreundliches Haltestellennetz ein. Eine Optimierung von Umsteigebeziehungen stellt auch der Neubau eines Regionalbahnhaltes in Köpenick dar, den wir nachdrücklich unterstützen. Mindestens solange der Regionalbahnhof Köpenick aber nicht fertiggestellt ist, muss der Regionalbahnhalt in Karlshorst erhalten bleiben. Wir wollen, dass endlich alle S-Bahnhöfe (es fehlen Wilhelmshagen, Hirschgarten, Wuhlheide, Betriebsbahnhof Schöneweide) behindertengerechte Zugänge durch Aufzüge bekommen und die selbstständige Nutzung von Tram und Bussen für Menschen mit körperlichen Herausforderungen möglich wird. 

Straßen

Treptow-Köpenick ist erheblichen Verkehrsbelastungen ausgesetzt. In den letzten Jahren sind in unserem Bezirk einige neue Hauptverkehrsstraßen, wie die A113 oder die Tangentialverbindung Ost (TVO, südlicher Teil), gebaut worden oder befinden sich gegenwärtig im Bau oder Planung (A100, die so genannte Südostverbindung SOV). Neue Straßen führen erfahrungsgemäß aber nicht zur Entlastung des bestehenden Straßennetzes, sondern verlagern im besten Falle die Probleme. Die Einhaltung der europaweit geltenden Lärm- und Abgasgrenzwerte und damit die Gesundheitsvorsorge werden durch den Straßenbau ebenfalls nicht verbessert. Wir treten daher seit Jahren für die Verlagerung des KFZ-Verkehrs auf den Umweltverbund und für konsequente Verkehrslenkungs- und Verkehrsberuhigungsmaßnahmen ein. Auch die kontinuierliche Instandhaltung der Straßen und Wege hilft Belastungen und Gefahren abzubauen, deshalb setzen wir auch auf Erhalt und Instandhaltung vor Neubaumaßnahmen. Wir sprechen uns gegen die Ost-West-Trasse und die Nordverlängerung der Tangentialverbindung Ost zwischen An der Wuhlheide und der B1/B5 aus. 

A 100

Ein besonderes Beispiel für die rückwärtsgewandte Berliner Verkehrspolitik ist die Verlängerung der Stadtautobahn A 100 zum Treptower Park. Die Umsetzung dieses Projekts würde zu erheblichen Staus, Lärm- und Abgasbelastungen im ganzen Bereich um die  Elsenstraße, zu schweren Eingriffen in die Stadtstruktur mit dem Abriss von 250 Wohnungen, der Fällung von hunderten von Bäumen, darunter von denkmalgeschützen Platanen in der Straße.  Am Treptower Park, zur Neuversiegelung von Freiflächen und damit zur Verschlechterung des Stadtklimas führen. Verkehrlich kann dieses Projekt die Erwartungen nicht erfüllen, der Verkehr wird direkt in die Innenstadt und damit die Umweltzone geleitet. Der prognostizierte Verkehrsrückgang in der Straße Am Treptower Park und Köpenicker Landstraße würde bei Fortsetzung dieser Verkehrspolitik wieder umgekehrt. Wegen dieser Gründe lehnen wir die Verlängerung der A 100 deutlich ab und werden uns für die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses und damit die Rückabwicklung dieses Projekts einsetzen. 

Flughafen BBI

Bündnis 90/Die Grünen in Treptow-Köpenick haben sich stets gegen den Bau eines Großflughafens am Standort Schönefeld ausgesprochen. Wir unterstützen die betroffenen FlughafenanrainerInnen bei ihrer Forderung nach einem konsequenten Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr und dem Verzicht auf zeitgleiche parallele Starts und Landungen. 

Bei der Festlegung der Flugrouten muss an erster Stelle die Verkehrssicherheit, dann aber sofort der Lärmschutz und somit die Gesundheit der betroffenen BürgerInnen kommen. Erst danach dürfen die Kriterien der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden. Die Flugrouten sind so anzupassen, dass die Hauptbetroffenen besonders berücksichtigt werden. Insbesondere muss der Überflug in geringer Höhe über dicht besiedelten Gebieten so weit wie möglich vermieden werden.

Termine
30.05.2017 (19:00 - 21:00) Treffen der AG "Integrierte Stadtentwicklung"
Andra Gerbode, Catrin Wahlen, Jacob Zellmer und Harald Moritz  freuen sich auf euren Besuch...
Ort: Harald Moritz Bürger*innen-Büro, Karl-Kunger-Str. 68, 12435 Berlin
07.06.2017 (16:00 - 18:30) Fahrradwerkstatt mit Harald Moritz
Harald schraubt Fahrräder mit Geflüchteten. Helfer*innen willkommen! Anmeldung: Büro Moritz
Ort: Köpenicker Landstraße 280, 12437 Berlin
13.06.2017 (14:00 - 16:00) Wählerforum/ Podiumsdiskussion der Bezirksverbände der VdK &Volkssolidarität mit Seniorenvertretung TK
Der Veranstalter lädt alle Bürger*innen 60+ ein. Erik freut sich auf eure Unterstützung.
Ort: Kulturzentrum Ratz Fatz, Schnellerstrasse 81, 12439 Berlin
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